[MSP] SPLA/RDS: berechtigte Nutzer über SeRemoteInteractiveLogonRight ermitteln (nicht über Remote Desktop Users, nicht über Logins) #225
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Erfassung der RDS-Berechtigungen je Mandant als Grundlage für die monatliche SPLA-Meldung.
Was gezählt werden muss
User SALs werden pro eindeutigem, namentlich berechtigtem Nutzer fällig — nicht pro gleichzeitigem und nicht pro tatsächlich eingeloggtem. Gemeldet wird der Monatshöchststand.
Beispiel: Zwölf Mitarbeiter haben RDS-Zugriff, nie mehr als vier arbeiten gleichzeitig, im Monat loggen sich acht ein. Fällig sind zwölf SALs.
Eine Zählung über Login-Ereignisse unterzählt damit systematisch. Unterlizenzierung ist bei einem SPLA-Audit das teure Ergebnis.
Kein Rechtsrat. Die Auslegung gehört mit dem SPLA-Reseller abgeglichen, inhaltlich zu #188.
Warum nicht
Remote Desktop UsersDie autoritative Instanz ist das Benutzerrecht
SeRemoteInteractiveLogonRight(„Anmelden über Remotedesktopdienste zulassen").Remote Desktop Userssteht dort nur drin, weil Windows sie bei der Installation einträgt. Ein Admin kann jede beliebige Gruppe direkt eintragen — dann ist die Standardgruppe leer und trotzdem sind 40 Personen berechtigt. Wer nur die Standardgruppe abfragt, meldet in dem Fall null.Ebenso zwingend:
SeDenyRemoteInteractiveLogonRight. Verweigern gewinnt. In gehärteten Umgebungen wird darüber gezielt ausgeschlossen; ohne diese Liste zählt man Konten mit, die gar nicht hineinkommen.Ermittlungskette
SeRemoteInteractiveLogonRightauslesen → Liste von SIDs (meist Gruppen)SeDenyRemoteInteractiveLogonRightauslesen → AusschlusslisteBeispielergebnis
Diese 16 sind die Meldegröße — auch wenn im Monat nur 9 gearbeitet haben.
Datenschutz
Die Anzahl kommt nicht ohne Kennungen aus — zum Deduplizieren müssen sie verarbeitet werden. Die Frage ist, wo und was übertragen wird.
count(Default)pseudonymplainRechtsgrundlage wäre Art. 6 Abs. 1 lit. b bzw. f DSGVO; für Beschäftigtendaten der Kunden ist der MSP Auftragsverarbeiter (AVV nach Art. 28). Datenminimierung (Art. 5 Abs. 1 lit. c) spricht klar für
count.Praktisch entscheidend ist § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Erfassung von Login-Zeiten pro namentlichem Mitarbeiter ist zur Leistungs- und Verhaltenskontrolle geeignet und damit mitbestimmungspflichtig. Reine Berechtigungszählung ohne Zeitbezug ist deutlich unkritischer — ein weiteres Argument, Login-Ereignisse allenfalls als Aggregat zu nutzen.
Prompt für Claude Code
Definition of Done
countüberträgt keine KennungenOffene Entscheidungen
Teil des MSP-Themenblocks: #218, #219, #220, #221, #222, #223, #224, #225. Reihenfolge-Vorschlag: #218 (Datengrundlage) → #223 (Vertragsstatus) → #220 (Wartungsfenster) → #219 (Kundenbericht) → Rest.
[MSP] SPLA/RDS-Nutzungserfassung — Berechtigung statt Logins, Aggregat statt Namento [MSP] SPLA/RDS: berechtigte Nutzer über SeRemoteInteractiveLogonRight ermitteln (nicht über Remote Desktop Users, nicht über Logins)Erfassungsansatz überarbeitet. Die erste Fassung wollte die Gruppe
Remote Desktop Userszählen — das ist nur der Auslieferungszustand, nicht die Wahrheit.Maßgeblich ist das Benutzerrecht
SeRemoteInteractiveLogonRight. Trägt ein Admin dort eine eigene Gruppe ein, ist die Standardgruppe leer und trotzdem sind alle berechtigt: die alte Fassung hätte in dem Fall null gemeldet.Neu im Issue:
SeDenyRemoteInteractiveLogonRightwird mitgelesen (Verweigern gewinnt)LDAP_MATCHING_RULE_IN_CHAINstattGet-ADGroupMember— RSAT ist auf RDS-Mitgliedsservern praktisch nie daDomain Userso. ä.): melden statt expandieren,blanket_permissionsetzencomplete: false, Tag fließt nicht in den MonatshöchststandLogin-Ereignisse bleiben nur als Gegenprobe („16 berechtigt / 9 genutzt") — das entschärft nebenbei die BetrVG-Frage, weil ohne Zeitbezug pro Person keine Leistungskontrolle vorliegt.